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Schon in prähistorischer Zeit, u. zw. in der frühen Steinzeit, waren im Gemeindegebiet menschliche Ansiedlungen, wie die Auffindung einer steinzeitlichen Wohngrube im Jahre 1909 in der Einöde beweist. (Buchegger, 1955)
In einem Hortfund am Hühnerberg wurden Ende der 1980 Jahren 3 Bronzebeile gefunden, die ins 12. bzw. 11. vorchristlichen Jahrhundert datieren.
Aber auch die Eisenzeit
(Hallstatt und La Téne) hat ihre Spuren im Gemeindegebiet hinterlassen, etwa
keltische Gräber aus der Römerzeit.
Pfaffstätten ist seit seinen geschichtlichen Anfängen mit dem Weinbau verbunden. Eine Beschreibung der Grenzen der Urpfarre Traiskirchen, welche in das Jahr 1060 verweist, nennt als nordwestliche Grenze „aufwärts von Mödling zwischen Weingärten bis an den Lindkogel“. Als Pfaffstätten also irgendwann Mitte des 11 Jhd. als planmäßiger Weinbauort angelegt wurde, gab es bereits Weinbau (die Ursprünge des Ortes liegen aber sicher in den Getreidegehöften wie dem Hof des Geschlechts der Rohrer aus Baden, der später zum Pfarrhof wurde und deren Getreide in den Mühlen des Mühlbaches (z.B. Bauernmühle in Tribuswinkel) vermahlen wurde.
Auch die erste urkundliche Erwähnung Pfaffstättens hängt mit dem Weinbau zusammen: Ein Ritter Markgraf Leopolds des Heiligen namens Bopo - er gehört einem Geschlecht an, das in Sittendorf, später Burg Wildeck Besitz hatte - , schenkt 1120/30 einen Weingarten zu Pfaffstätten dem Stift Klosterneuburg.
Dem Stift Klosterneuburg verdankt Pfaffstätten auch seinen Namen „Stätte der Pfaffen“: hier wohnten Untertanen von Pfaffen, durchaus nicht negativ gemeint: es waren Weltgeistliche, die sich um Missionierung, Seelsorge und Kultivierung der von den Magyaren wieder in Besitz genommenen Gebiet des Wienerwalds und östlich davon annahmen.
Mit der Gründung des Stiftes Heiligenkreuz wird das Schicksal des Ortes schicksalhaft mit jenem verbunden, aber auch andere Klöster schätzten das Weinbaugebiet: die Klöster Gaming, Mauerbach, Kleinmariazell, Melk, Lilienfeld und Heiligenkreuz hatten und haben Besitz in der Weinbaugemeinde.
Sehenswert im Ort sind die Pfarrkirche aus dem ausgehenden 12. Jahrhundert im romanischem Stil erbaut, der Lilienfelderhof (1216), der Pfarrhof(1249), das spätmittelalterliche so genannte Schnöllerhaus (ursprünglich Schlüsslerhof), Michaelerhof und Stadlmannhaus aus dem 16.Jhd., sowie unser Heimatmuseum. (siehe Sehenswürdigkeiten)
Literatur:
Buchegger Karl, Knopp Anton; Pfaffstättner Heimatbuch, Eigenverlag 1955